TOP 10 Phantom Rage Karten

09.11.2020 11:35

Hallo alle zusammen! Ich hoffe, ihr lasst euch vom Lockdown Light nicht allzu sehr unterkriegen und wenn doch hoffe ich, ihn euch zumindest ein bisschen mit meinem neuen Artikel versüßen zu können. Je nachdem, wann ihr diesen lest wird das neue Set „Phantom Rage“ entweder diese Woche erscheinen oder ist bereits erschienen, um hübsch in euren Ordnern auszusehen. Aber auf einschlägigen Online-Plattformen ist es ja trotzdem spielbar, deshalb ist es jetzt für mich an der Zeit, euch wieder die meiner Meinung nach interessantesten neuen Karten vorzustellen!

Platz 10 – Myutant Synthese

WATER/Psychic - Fusion - Effect/9/2500/2000 2 “Myutant” monsters with different attributes If this card is Fusion Summoned: You can target 1 card on the field, destroy it. When your opponent activates a card or effect (Quick Effect): You can activate this effect; for the rest of the turn, this face-up card is unaffected by the effects of an opponent’s cards of the same type (Monster, Spell, or Trap) as that card. If this Fusion Summoned card you control is destroyed by an opponent’s card: You can add 1 of your banished “Myutant” cards to your hand. You can only use each effect of “Myutant Synthesis” once per turn.

Wir haben also einen neues TCG-exklusives Themendeck. Dieses erinnert mich sehr an Venschrecken vor einiger Zeit, denn wie dieses hat es kongeniale, ungewöhnliche düstere Artworks, die auch Death Metal-Plattencover zieren könnten. Das wäre vielleicht auch das bessere Einsatzgebiet, denn beide Themen sind (stand jetzt) nicht besonders gut. Während mich das bei den Vendreads aber nicht wirklich gestört hat, bin ich von den Myutanten schon etwas enttäuscht. Ich habe eine große Vorliebe für düstere Science-Fiction und würde es lieben, ein entsprechendes Deck zu spielen. Und was haben wir so gekriegt? Wie haben Meklords, Verbündete der Gerechtigkeit, R-Genex, Außerirdische… Fällt euch was auf? Fast alle diese Decks könnten mühelos in einer Rangliste der schlechtesten Themendecks aller Zeiten auftauchen! Ganz so schlimm ist es um die Myutanten nicht bestellt, aber der folgende Abschnitt könnte trotzdem etwas salzig werden. Haltet also besser die Pommes bereit. Die Grundzüge eines zeitgemäßen Decks sind da. Die Schlüsselkarten Myutant M-05 und Myutant ST-46 können auf ihrer Normal- oder Spezialbeschwörung suchen und außerdem die größeren Stufe-8-Monster des Themas relativ einfach vom Deck beschwören, diese haben dann alle durchaus brauchbare Schnelleffekte. Und das große Bossmonster Myutant Ultimus ist sowieso gut, schließlich funktioniert es wie Beschworener Mechaba und kann dabei neben der Hand auch auf Karten vom Friedhof als Material für seine Kosten zugreifen. Anders als Mechaba ist es aber nach derzeitigem Stand nur sehr schwer zu beschwören und wird das Feld eher selten zu Gesicht bekommen. Weit weniger zeitgemäß sind leider die diversen Einschränkungen, mit denen die Karten leben müssen. Der Removal-Effekt von Myutant Synthese zielt UND zerstört, die kleinen Monster können basierend darauf, welche Karte sie als Material verbannen nur ein (genau benanntes) großes Monster vom Deck beschwören. Diese können jeweils nur von einer bestimmten Kartenart nicht als Ziel gewählt werden. Diverse Monster haben außerdem einen Floating-Effekt, der nur aktiviert wird, wenn sie von gegnerischen Karten zerstört werden, und um die Zauber- und Fallenkarten sieht es auch nicht besser aus. Myutanten-Evolutionslabor gibt pro verbannter Themenkarte (was nach aktuellem Stand nicht viele sein dürften) einen lächerlichen Attack-boost von 100 (!) punkten, Myutanten-Fusion kann, selbst nachdem die Talent der drei Taktiken-artige erweiterte Aktivierungsbedingung erfüllt ist, nur ein einziges Material vom Deck verwenden, und Myutanten-Geheul, Myutanten-Zusammenstoß und Myutanten-Expansion sind halt Fallenkarten. Darüber hinaus haben diverse Effekte Aktivierungsbedingungen, für die Karten verbannt werden müssen oder arbeiten sonst wie mit verbannten Karten, aber keine einzige Karte hat einen Triggereffekt, der aktiviert wird, wenn sie verbannt wird, und Wege, Themenkarten gezielt und/oder in großen Mengen zu verbannen, fehlen auch. Immerhin müssen meist nicht zwangsläufig Themenkarten verbannt werden, weshalb man das Deck mit Donnerdrachen oder Metaphys-Karten kombinieren könnte. Vielleicht auch mit Balancer-Lord und/oder Gesicht des Todes, letzteres würde sich auf jeden Fall prima in die düstere Ästhetik einfügen. Am schlimmsten von Allem ist aber, wie viel Angst das Deck davor hat, Plus zu machen. Für fast alles muss man Karten verbannen, unters Deck schieben oder was auch immer. Für ein Science-Fiction-Thema sind die Karten also erschreckend rückständig, aber eine düstere Zukunft scheint es allemal zu haben. Immerhin: Die Chance ist hoch, dass als Promo-Gag mit der nächsten Banlist Notfallteleport wieder entlimitiert wird, dann hätte das ganze wenigstens etwas Gutes. Ach so, warum ich Myutant Synthese als Platzierung gewählt habe? Ich dachte, es sei nur konsequent, für ein Deck, dass ich hauptsächlich wegen der Artworks interessant finde, einfach die Karte mit dem besten Artwork zu nehmen. Aber auch spielerisch gehört sie zu den besseren Karten des Themas. Mit Myutanten-Geheul beschworen ist sein Removal eine Art Schnelleffekt und dank seiner Stufe 9 kann man zwei von ihnen zu Wahrer König aller Katastophen überlagern.

Platz 9 – Ansturm in einer Finsteren Welt

Normal Spell Card You can only activate 1 card with this card’s name per turn. (1) Target 1 Level 4 or lower Fiend monster in your GY; Special Summon it, then, discard 1 Fiend monster.

…auch Klopapier-Hamsterkäufe genannt. Meine nächste Karte ist eine Zauberkarte und ein Extender, mit der man ein Unterweltler-Monster der Stufe 4 oder niedriger als Spezialbeschwörung vom Friedhof beschwören kann, wofür man anschließend ein Unterweltler-Monster von der Hand abwerfen muss. Natürlich schrillen dabei sofort die Burning Abyss-Alarmglocken, aber ganz ehrlich: Wie oft wurde in den letzten Jahren schon vermeintlicher Burning Abyss-Support proklamiert? Ob es nun Kuribandit, Kummer des Unterweltlers oder post-Errata-Sangan war, gespielt wurde davon letztendlich nichts, stattdessen haben die BA-Spieler einen Haufen Erde-Monster und Blockdrache reingeschmissen. Ich bin durch damit, immerzu über dieses Thema zu schreiben, deshalb lasst uns doch lieber über die sonstigen Einsatzgebiete der neuen Karte reden. Zum Beispiel in, und ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme, dem Themendeck, dem sie dem Namen nach angehört. Nun habe ich aber das letzte Mal im 2006er-Videospiel Tag Force Evolution Finstere Welt gespielt, gedacht, die Karten seien verbuggt, weil sie sich nicht aktiviert haben, wenn ich sie mit Blitzeinschlag abgeworfen habe, und das Deck seither leidenschaftlich gehasst. Daher kann ich nicht wirklich sagen, wie nützlich Ansturm in einer Finsteren Welt dort nun wirklich ist. Sie ist zwar mit Snoww, Unlicht der Finsteren Welt suchbar, ich halte ihren Nutzen aber dennoch für begrenzt, weil sie Setup braucht, welches das Deck nicht so ohne Weiteres schaffen kann. Allgemein scheinen Wiedergeburt-Klone keine große Nummer mehr zu sein. Selbst Nachfolge des Weltvermächtnisses, die keine Kosten hat und deren Bedingung nahezu immer erfüllt ist, wird kaum gespielt, von themengebundenen Karten mit Kosten ganz zu schweigen. Aber dennoch ist Ansturm in einer Finsteren Welt sehr generisch geschrieben und könnte neben den bereits benannten Themen z.B. auch in Infernoid- und Sagenhaft-Decks benutzt werden. Oder in diversen anderen Unterweltler-Themen, die noch herauskommen werden. Abschreiben sollte man die Karte daher keinesfalls.

Platz 8: Geonator-Vertauscherin

EARTH/Rock - Link - Effect/1200/Link 2 (Linkmarkierungen: Oben Rechts, Unten Links) 2 Effect Monsters You can only use this card name’s (2) effect once per turn. (1) This linked card, and monsters this card points to, cannot be destroyed by your opponent’s card effects. (2) If this card points to 2 monsters: You can switch control of those 2 monsters.

Die nächste Karte hatte ich zunächst überhaupt nicht auf dem Schirm, ihr Effekt ist aber auch recht unauffällig. Bei Geonator-Vertauscherin handelt es sich um ein Fels-Link-2-Monster, das solange es verlinkt ist, nicht durch gegnerische Karteneffekte zerstört werden kann, ebenso wenig Monster, auf die es zeigt. Da dies im eigenen Besitz aber eh maximal eines sein kann, ist dieser Effektteil zu vernachlässigen. Entscheidend ist der zweite Effekt, mit dem sie, falls sie auf zwei Monster zeigt, diese beide vertauschen kann. Ihre Pfeile sind dabei so ausgelegt, dass sie, wenn sie in der linken Extra Zone liegt, auf die mittlere Zone des Gegners und die ganz links äußere eigene Zone zeigt. Auf das eigene Monster kommt es dabei weniger an, da kann man ja einfach irgendwas (z.B. eine Spielmarke) hinbeschwören, entscheidend ist daher, dass der Gegner ein Monster in der mittleren Zone hat, das man ihm klauen kann. Ein schlechterer Kreaturentausch könnte man also denken, wobei schon diese Karte nicht ohne Grund seit rund 15 Jahren kein Competitive Play mehr gesehen hat. Und überhaupt: Es gibt im Format doch bessere Alternativen, z.B. Gedankenkontrolle oder Maßregelung, oder? Das stimmt natürlich, jedoch hat Geonator-Vertauscherin gegenüber all diesen Karten einen gewaltigen Vorteil: Da sie aus dem Extra Deck kommt muss man sie nicht extra ziehen und sie kann folglich auch nicht tot auf der Hand sein. Schon ganz andere Karten haben nur aus diesem Grund massiven Erfolg gesehen, obwohl diverse Zauber- und Fallenkarten ihren Job deutlich besser machen. Die prominentesten Beispiele dafür sind wohl Albtraumritter Phönix und Albtraumritter Einhorn und ebenso wie diese hat Geonator-Vertauscherin extrem generische Materialien, weshalb man sie so gut wie immer beschwören kann. Deshalb hat sie durchaus eine Daseinsberechtigung als Karte, die schlechtes Spielverhalten seitens des Gegners bestrafen kann. Was gar nicht so unwahrscheinlich ist, denn auch ich neige zum Beispiel dazu, meine Karten von der Mitte nach außen zu platzieren, weshalb in der mittleren Zone mit der höchsten Wahrscheinlich ein Monster liegt, oft auch noch das Stärkste. Und doch: Mich lässt der Gedanke nicht los, dass Geonator-Vertauscherin ungefähr drei Jahre zu spät geschrieben worden ist. Tatsächlich wirkt sie mit ihrem halbherzigem Schutz und der Abhängigkeit vom gegnerischen Zonenmanagement wie das Kind der Liebe von Honeybot und Akasha-Magierin, zwei Monstern aus der Link-Steinzeit, die das durchschnittliche Dragon Link Deck von heute nur noch mit dem gehörnten Schweif anschauen würde. Ab und an mag sie ganz gut kommen, jedoch bin ich überzeugt, dass ihr größter Feind das 15-Karten-Extra Deck sein wird. Denn ganz ehrlich: Warum einen Kreaturentausch spielen, wenn es stattdessen auch ein Zugangskodier-Sprecher sein kann?

Platz 7: Tapferer Pinguin

WATER/Aqua - Syncho - Effect/6/2400/1200 1 Tuner + 1+ non-Tuner monsters You can only use each of the 1st and 3rd effects of this card’s name once per turn. (1) If this card is Synchro Summoned: You can Special Summon 1 “Penguin” monster from your Deck in face-down Defense Position. (2) You opponent cannot target Set monsters you control with card effects. (3) When your opponent activates a monster effect (Quick Effect): You can change 1 Set WATER monster you control to face-up Defense Position.

Mit meinem Platz 7 bin ich endlich in meinem Element. Denn nicht nur bin ich ja ein bekennender Synchro-Fan, es ist außerdem ein fucking Pinguin! Das „Thema“, das erst mit Großer Kaiserpinguin in Generation Force überhaupt zu einem wurde und danach noch genau zwei weitere Support-Karten bekommen hat. Allerdings passenderweise erst diesen Sommer Eiszeitungeheuer Polarpinguin, der es erlaubt, nur mit Großer Kaiserpinguin auch eine Synchrobeschwörung durchzuführen. Wobei das schon nicht mehr klappt, wenn Ein Legendärer Ozean auf dem Feld liegt, was wiederum die Frage aufwirft, wie man sonst Großer Kaiserpinguin beschwören will… Machen wir uns nichts vor: Pinguine werden nicht auf einmal zum Metadeck werden, so gut Tapferer Pinguin auch sein mag, aber zum Glück ist der auch außerhalb seines Themas sehr interessant. Denn seine Materialien sind, wie sich das heutzutage gehört, komplett generisch. Bei seiner Synchrobeschwörung kann er erst einmal ein Pinguin-Monster vom Deck in die verdeckte Verteidigungsposition beschwören (ja Kinder, Monster können auch verdeckt sein), was praktisch ist, weil das Thema mit Pinguinsoldat, Albtraumpinguin und Winziger Pinguin einige Karten beinhaltet, die genau davon profitieren. Pinguinsoldat Leute! Niemand kann mir erzählen, dass er diese Karte nicht liebt und sie wird wohl im generischen Zusammenhang das bei weitem beste Ziel sein, um es auf diese Weise zu beschwören, schließlich kann er bis zu zwei Monster auf dem Feld auf die Hand zurückgeben, sobald er aufgedeckt wird. Und auch die weiteren Effekte von Tapferer Pinguin harmonieren mit dieser Strategie. Zum einem hindert er den Gegner daran, verdeckte Monster als Ziel für Karteneffekte zu wählen, was die Chance erhöht, dass der Pinguinsoldat auch tatsächlich lange genug überlebt, um aufgedeckt zu werden. Dabei hilft dann auch der letzte Effekt von Tapferer Pinguin, ein Schnelleffekt, mit dem er ein Wasser-Monster aufdecken kann, sobald der Gegner einen Monstereffekt aktiviert. Damit wird der Pinguinsoldat zur durchaus tauglichen Interruption, vergleichbar mit Raus Hier!. Und, Fun Fact, in diesem Szenario kann man theoretisch sogar von Pinguinsoldat's Möglichkeit Gebrauch machen, sich selbst auf die Hand zurückzugeben, was normalerweise (wenn er im Kampf aufgedeckt wird) nicht geht. Potenzial ist also da. Wenn man zum Beispiel Tapferer Pinguin mithilfe von Krystron-Halqifibrax beschwört (was man eh macht), kann man mit dessen Effekt ebenfalls im gegnerischen Zug Formelsynchro] beschwören, und mit dessen Effekt und einem Mitglied der Heeresgruppe Pinguin wiederum entweder Herold des Bogenlichts oder Kristallflügel-Synchrodrache für weiteren Schabernack. Doch ob sich die Pinguin-Engine nun gegen die große Konkurrenz anderer Interruptions durchsetzen kann, muss sich zeigen. Aber wenn Tapferer Pinguin tatsächlich dazu führt, dass Pinguinsoldat wieder Competitive Play sieht, vielleicht war 2020 dann doch zu etwas gut.

Platz 6: U.A. Libero-Angreifer

EARTH/Warrior - Effect/4/1800/1800 You can Special Summon using the procedure written in the 1)st effect with this card’s name only once per turn. You can use the (2)nd effect with this card’s name only once per turn. (1) You can Special Summon this card (from your hand) by returning 1 “U.A.” monster you control to the hand, except “U.A. Libero Spiker”. (2) During your opponent’s Main Phase (Quick Effect): You can shuffle 1 Level 5 or higher “U.A.” monster from your hand into the Deck, and if you do, Special Summon 1 “U.A.” monster with a different name from that monster from your Deck, then, return this card from the field to your hand.

Ein weiteres untersupportetes Thema hat es auf den nächsten Platz geschafft, auch wenn dieses vor dem neuen Set schon deutlich besser aufgestellt war als die Pinguine. Dennoch freue ich mich, denn das U.A.-Thema hat mir schon immer zugesagt, was komisch ist, weil man schwer ein Individuum finden wird, das sich weniger für Sport interessiert als ich. Was U.A. Libero-Angreifer dabei besonders interessant macht ist weniger sein Effekt als seine Stufe, denn mit ihm wird endlich der alte Fan-Traum eines zweiten Stufe-4-Monsters wahr! Das ist entscheidend, denn nur mit diesen lässt sich halbwegs gescheit U.A. Stadion für dessen Such-Effekt triggern. Aber auch seine Effekte sind alles andere als schlecht. Zum Einem kann sich U.A. Libero-Angreifer wie alle anderen U.A.-Monster von der Hand beschwören, indem man ein anderes vom Feld auf die Hand zurückgibt. Und dann hat er noch einen Effekt, mit dem er in der gegnerischen Main Phase ein U.A.-Monster der Stufe 5 oder höher von der Hand ins Deck zurückmischen kann, dann ein anderes vom Deck beschwören und sich anschließend selbst auf die Hand zurückgibt. Dies harmoniert hervorragend mit dem Deck. Ein typisches Play könnte z.B. sein, Libero-Angreifer als Normalbeschwörung zu beschwören, dann mit U.A. Stadion U.A. Mächtiger Schläger zu suchen, diesen zu beschwören, indem man Libero-Angreifer auf die Hand zurückholt, dann in der Main Phase 2 Libero-Angreifer auf die gleiche Weise ebenfalls zu beschwören, sodass man im anschließenden gegnerischen Spielzug U.A. Mächtiger Schläger in der Hand parat hat, um diesen gegen eins der defensiven Monster U.A. Blockbacker oder U.A. Perfektes Ass austauschen zu können. Und das ist nur, was das Deck allein mit U.A. Libero-Angreifer getan hätte, es kommt aber noch weiterer hochkarätiger Support. U.A. Spielermanager ist ein neues hochstufiges Monster, das sich selbst von der Hand beschwören kann, wenn man ein U.A.-Monster beschwört und bei seiner Beschwörung Karten zerstören oder Effekte annullieren kann und damit hervorragend mit den Stufe-4-Monstern harmoniert. Darüber hinaus kann er theoretisch zusammen mit U.A.-Spielmacher Rang-8-Xyz-Monster bilden. Dann gibt es noch U.A.-Umkleideraum, einen Schnellzauber, der ein Monster vom Friedhof wieder der Hand hinzufügen kann, und U.A. Hyperstadion, die wahrscheinlich beste neue Karte. Dieser Feldzauber kann bei seiner Aktivierung ein Monster suchen und außerdem kann man 1000 Lebenspunkte zahlen und einen weiteren Feldzauber (wahrscheinlich also das reguläre U.A. Stadion) vorzeigen, um für den Zug eine zweite Normalbeschwörung zu bekommen. Anschließend kann man es durch das normale U.A. Stadion ersetzen, das dann sogar zwei Mal suchen kann. So kann man theoretisch nur aus den zwei Feldzaubern ein solides Board aus zwei U.A.-Monstern bauen. Ach ja, und das Thema sowie die F.A.-Monster gehören jetzt irgendwie zusammen, da beide Zauberkarten theoretisch Karten beider Themen unterstützen. Warum auch immer.

Platz 5: Alpha, Bestienmeister

EARTH/Beast - Effect/8/3000/2500 Cannot be Normal Summoned/Set. Must first be Special Summoned (from your hand) while the total ATK of all monsters your opponent controls is higher than the total ATK of all monsters you control. You can use the [(1)st] effect with this card’s name only once per turn. (1) You can target any number of Beast, Beast-Warrior, and/or Winged Beast monsters you control; for the rest of this turn, your “Zoo King Alpha”(s) cannot attack directly, also return the targeted monsters to the hand, then return to the hand face-up monsters your opponent controls equal to the number you first returned.

Weiter geht’s mit einer der wenigen Karten in diesem Ranking, die es wohl auch in eine Top 10 der „besten“ Karten des neuen Sets geschafft hätten. Denn für das Competetive Play ist Alpha, Bestienmeister durchaus brauchbar, da er Dinowrestler Pankratops teilweise ersetzen kann. Ich finde ihn vor allem interessant, weil es eine sehr vielseitige Karte ist. Wie Pankratops kann er sich sehr einfach selbst von der Hand beschwören. Während es bei dem Dino aber darauf angekommt, dass der Gegner mehr Monster kontrolliert als man selbst, geht es Alpha, Bestienmeister darum, dass seine Monster insgesamt mehr ATK haben. In 90% der Fälle wird dies auf das gleiche hinauslaufen, vielleicht ist die Beschwörungsbedingung von Alpha, Bestienmeister sogar noch etwas besser, da statistisch gesehen selbst bei gleich vielen Monstern die Chance noch 50% beträgt, dass er live ist. Ein weiterer Unterschied ist, dass unser Alphatier Stufe 8 und vom Typ Ungeheuer ist. Letzteres ist eher als Nachteil zu werten, da Ungeheuer ein (für hohe Stufen) relativ schlecht supporteter Typ ist, während Pankratops als Dinosaurier von hochkarätigen Supportkarten wie Seelenfressender Oviraptor und Petiteranodon profitieren kann. Die Stufe 8 hat aber viele Vorteile, z.B. die Harmonie mit Inzahlungnahme und vor allem die besseren Xyz-Optionen wie etwa Nummer 38: Hoffnungsvorbote Drachentitanengalaxie und Nummer 90: Galaxieaugen-Photonenherr. Einmal abgesehen davon hat Alpha, Bestienmeister auch einen Removal-Effekt. Mit diesem kann er eine beliebige Anzahl Ungeheuer- Ungeheuer-Krieger- oder Geflügeltes Ungeheuer-Monster auf dem eigenen Feld auf die Hand zurückgeben, um anschließend selbiges mit gegnerischen Monstern in der gleichen Anzahl zu machen. Auch in dieser Hinsicht ähnelt er sehr Pankratops. Beide harmonieren theoretisch mit einem extra zugeschnittenen Deck, praktisch wird es aber fast immer darauf hinauslaufen, dass beide sich selbst als Ziel auf dem eigenen Feld wählen und man somit die Wahl hat, sie entweder als Extender oder als Removal zu benutzen. Dies ist sehr praktisch, weil sie damit, anders als reine Removals, kaum tot kommen können. Und vermeintlich macht Alpha, Bestienkönig dabei vieles sogar besser: Er zielt und zerstört nicht, hat die bessere Stufe und die bessere Beschwörungsbedingung. Jedoch ist Pankratops trotzdem die viel bessere Karte, einfach weil er ein Schnelleffekt ist, was schon bezeichnend dafür ist, wie mächtig diese Art von Effekt ist. Aber er ist nunmal auf 1 und Alpha, Bestienmeister macht als Ersatz meiner Meinung nach einen deutlich besseren Job als[Alte Krieger – Treuer Guan Yun, nicht zuletzt, weil er ein Out auf Rotäugiger dunkler Dragoner darstellt (sobald dessen Negate geködert wurde). Dies wird wohl auch seine bei weitem wichtigste Funktion im Meta werden, aber das ist ja immer noch eine „interessanteste“ Liste, deshalb lasst mich noch kurz über irrelevante Nischeneinsatzmöglichkeiten reden. Die beziehen sich vor Allem darauf, dass, während wohl niemand je ein „richtiges“ Dinowrestler-Deck spielen wird ohne eine Wette verloren zu haben, drei Typen als mögliche Ziele auf dem eigenen weitaus weiter gefasst sind. Z.B. gibt es, insbesondere im Geflügeltes Ungeheuer-Bereich, einige Monster, die sich gar nicht groß darum scheren, auf die Hand zurückgegeben zu werden. Schwarzflügel – Gale der Wirbelwind, Schwarzflügel – Bora der Speer und Garuda der Windgeist etwa können, wenn die Bedingungen erfüllt sind, sofort darauf noch einmal als Spezialbeschwörung beschworen werden. Bei Nebeltal-Goldadler ist das auf-die-Hand-zurückgeben sogar die Bedingung, ihn sofort wieder zu beschwören. Auch [[Wiedergeborener Tengu]] kann auf diese Weise getriggert werden und sich durch eine weitere Kopie ersetzen und überhaupt kann man, wenn man ein Wind-Monster auf die Hand zurückgibt, Göttlicher Wind aus dem Nebeltal triggern. Mit all diesen Karten lässt sich das Removal von Alpha, Besienmeister sehr effizient in Plus verwandeln. Er kann dann, falls man ihn auf dem Feld lässt, zwar nicht mehr angreifen, aber dafür gibt es dann ja das Extra Deck.

Platz 4: Koordinatorin von Nephthys

WIND/Spellcaster - Ritual - Effect/2/2000/0 You can Ritual Summon this card with “Rebirth of Nephthys”. You can use each effect among the (1)st and (2)nd effects with this card’s name only once per turn. (1) If this card is Ritual Summoned: You can Special Summon 1 “Nephthys” Ritual Monster from your hand or Deck, except “Connector of Nephthys”. (This is treated as a Ritual Summon.) (2) If this card is Tributed by, or destroyed by, a “Nephthys” card’s effect: You can activate this effect; during the next Standby Phase, destroy up to 1 “Nephthys” card each from your hand, Deck, and field, except Ritual Monsters.

Die nächste Karte gehört wieder einem Thema an, das mir persönlich sehr gefällt. Und Koordinatorin von Nephthys ist eine wirklich tolle Supportkarte für das Nephthys-Deck. Mit ihrem Effekt kann sie nämlich, sobald sie als Ritualbeschwörung beschworen wird, einfach so ein weiteres Nephthys-Ritualmonster von Hand oder Deck beschwören. Zur Auswahl stehen dabei Anhängerin von Nephthys und Himmelblauer Heiliger Phönix von Nephthys, beide mit ihren eigenen Vorteilen. Der Himmelblaue Phönix ist ein Beatstick und kann z.B. nach seiner Beschwörung Koordinatorin von Nephthys zusammen mit einer Karte des Gegners zerstören, wobei auch der Effekt von ersterer getriggert wird, mit dem sie weitere Karten von Feld, Hand und Deck zerstören und somit weitere Effekte triggern kann. Die bessere Wahl ist aber wahrscheinlich meist Anhängerin von Nephthys, die dann ein weiteres Nephthys-Monster vom Deck beschwören kann, einschließlich dem originalen [[Heiliger Phönix von Nephthys]]. Man hat also aus einem Monster drei gemacht, und da hat das Spammen noch nicht einmal aufgehört. Beschwört man z.B. Matriarchin von Nephthys mit Anhängerin von Nephthys kann diese zum Preis einer (beliebigen) Handkarte ein Nephthys-Monster vom Friedhof beschwören und auch Anhängerin von Nephthys selbst kann sich durch Zerstören eines Nephthys-Monsters in der Hand vom Friedhof zurück aufs Feld holen. Im Idealfall hat man also mit zwei Handkarten und einer Ritualbeschwörung fünf Monster auf dem Feld generiert (auch wenn diese zum Teil zwischendurch auf den Friedhof wandern müssen), dabei sehr viele Triggereffekte in der nächsten Standby Phase vorbereitet und, was noch ungewöhnlicher ist: Sich dabei keine Einschränkungen auferlegt, was man mit seinen Monstern machen darf. Die Link-Plays können also nach Belieben eskalieren. Nun sind Ritualbeschwörungen aber immer so eine Sache. Zwar ist der Tribut für Koordinatorin von Nephthys dank ihrer niedrigen Stufe schnell aufgetrieben, aber man braucht immer noch Ritualmonster- und Zauber und leider ist Koordinatorin von Nephthys im Gegensatz zu den übrigen Nephthys-Ritualmonstern nicht mit Vor-Vorbereitung der Riten suchbar, aber immerhin mit der normalen Vorbereitung der Riten. Fortgeschrittene Ritualkunst ist natürlich auch immer eine Option, zumal man dann eine Ausrede hat Feuergras in sein Deck zu integrieren. Und darüber hinaus leidet sie unter der gleichen Schwäche wie ihr ganzes Deck: Sie, bzw. ihr Floating-Effekt, ist einfach zu langsam, da er eine ganze Runde braucht, um durchzukommen (die gegnerische Standby Phase um ihre Ziele zu zerstören, und die eigene Standby Phase, damit die zerstörten Karten ihre Effekte bekommen). An Handtraps stirbt das ganze sowieso, daher ist wird die Karte und das Deck für das Meta wahrscheinlich auch vollkommen irrelevant sein und hätte es wohl auch nicht in ein Ranking der 10 „besten“ Karten des Sets geschafft. Aber das hier sind nunmal die 10 „interessantesten“ Karten und ich mag meine Nephthys-Karten halt.

Platz 3: Gizmek Makami, die wilde Reißzahnfestung

WIND/Machine - Effect/6/2150/2150 You can use each effect among the (2)nd and (3)rd effects with this card’s name only once per turn. (1) If you have 6 or more banished cards, you can Normal Summon this card without Tributing. (2) If this card is Normal or Special Summoned: You can discard 1 monster; add to your hand 1 monster from your Deck whose ATK equals its own DEF, except “Gizmek Mikoto, the Cut-throat Cyclone Canine”. (3) If this card in the Monster Zone is destroyed: You can shuffle exactly 6 of your banished cards into the Deck.

Ah ja, die Gizmeks. Während ich mich anfangs noch bevorzugt über ihre lächerlichen Namen lustig gemacht habe, ist mir die Maschinen-Monsterserie inzwischen doch irgendwie ans Herz gewachsen. Und tatsächlich, wenn ich mich richtig erinnere haben es alle Einträge, mit Ausnahme von Gizmek Uka, der festliche Fuchs der Fruchtbarkeit und Gizmek Okami, der gefüchtete Sintflutdrache in ihre jeweilige Top 10 geschafft, und letzterer hatte immerhin eine Honorable Mention. Und auch das neueste Mitglied, Gizmek Makami, die wilde Reißzahnfestung ist wieder eines der besseren, und dazu noch das vielleicht interessanteste. Es ist ein Monster der Stufe 6, das aber ohne Tribut als Normalbeschwörung beschworen werden kann, wenn man 6 oder mehr verbannte Karten hat. Das ist kein so großes Hindernis wie es zunächst scheint, reicht doch ein einziger Topf der Begierden, Topf der Extravaganz, Gizmek Oroshi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer oder Millionenfresser aus, um die Bedingung zu erfüllen. Tatsächlich verbannen aber immer mehr metarelevante Decks so oder so sehr viel, sodass sie vielleicht gar nicht auf solche Spielereien angewiesen sind. Ist unsere Reißzahnfestung dann beschworen, kann man seiner Hand ein Monster von seinem Deck hinzufügen, dessen ATK und DEF identisch sind, indem man eine andere Handkarte abwirft, wobei der offensichtliche Nutzen dabei natürlich ist, die übrigen Gizmeks zu suchen, auf die das alle zutrifft. Gren Maju-Decks dürften die Karte deshalb mit Kusshänden zu empfangen, da nicht nur ihre ganze Strategie darin besteht, die Beschwörungsbedingung zu erfüllen, sondern sie außerdem Gizmek Oroshi, der Schlangotron-Himmelsschlitzer suchen können. Vielleicht sogar Millionenfresser und Gren Maju Da Eiza selbst, aber das hängt vom Ruling ab, da ich ehrlich gesagt nicht weiß, ob ? ATK und DEF zählen. Eventuell könnte die Karte auch noch einen Platz im Infernoid-Deck haben, das die Bedingungen ebenfalls leicht erfüllt, seine Normalbeschwörung nicht wirklich braucht und in dem Infernoid Onuncu und Infernoid Devyaty mögliche Suchziele sind. Diese Rogue Decks werden wohl vorerst auch die ersten sein, in dem die Karte vielleicht für das Meta relevant sein könnte, aber nichtsdestotrotz ist sie ein hochgenerischer Sucher mit Hunderten von Zielen, und solche Karten stehen bei mir immer hoch im Kurs. Weil es in der Tat zu viele Suchziele sind, um sie aufzuzählen, habe ich, um euch einen Eindruck von der Vielseitigkeit der Karte zu verschaffen, mal Kartensuchen in 500-Punkte-Schritten durchgeführt. Folgendes sind einige frühere, gegenwärtige oder potenziell metarelevante Karten sowie einige Karten, die einfach cool sind, auf die ich dabei gestoßen bin: 0/0: Effektverschleierin, Kauz & Schlossvogel, Kampfausblender und [[Flinke Vogelscheuche]], Seelen der Magier, Zoodiak-Rattpier, Phantom des Chaos, Legendärer Maju Garzett, Narrenkonfit, Uria, Herr der reißenden Flammen 500/500: Büroboter 001, Doki Doki 1000/1000: Sämtliche Barrierestatuen, Magidolce Engelee, Lumina, Lichtverpflichtete Beschwörerin, Exodia die Verbotene 1500/1500: Himmelsjäger-Ass – Raye und Himmelsjäger-Ass – Roze, Dogmatika Ecclesia, die Tugendhafte, Alle „Unchained Twins“-Monster, Weisheitsaugen-Magier 2000/2000: Parallel eXceed, Naturia Bambussprosse 2500/2500: Erdgebundener Unsterblicher – Aslla Piscu, Meklord-Imperator Wisel 3000/3000: Infernoid Onuncu Außerdem gibt es zwischen diesen Abstufungen z.B. Infernoid Devyaty, die bereits erwähnten übrigen Gizmeks, Magidolce Puddkleinschweszessin, Schicksals-HELD – Malicious, Baumfrosch, D.D. Krähe und sicher noch diverse andere Karten, auf die ich gar nicht gekommen bin. Neben seinem Sucheffekt hat Gizmek Makami, die wilde Reißzahnfestungübrigens auch noch einen floating-Effekt, mit dem sie verbannte Karte bei ihrer Zerstörung ins Deck zurückmischen kann. Das ist aber weder besonders gut noch wird es besonders oft vorkommen, da man die Karte bevorzugt als Material für Extra Deck-Plays verwenden wird. Dafür steht sie übrigens auch nicht schlecht da, weil Stufe 6 eine der besseren für Xyz-Beschwörungen ist, mit brauchbaren Interruptions wie Photonenstoß-Rausschmeißer und Nummer 24: Dragulas, der blutsaugende Drache.

Platz 2: Sta-Brigade Fraktall

FIRE/Beast-Warrior - Effect/4/1900/1600 You can only use the 1st and 2nd effects of this card’s name once per turn each. (1) You can send this card from your hand or field to the GY; send 1 Level 3 or lower Beast, Beast-Warrior, or Winged Beast monster from your Deck to the GY. (2) You can banish any number of Beast, Beast-Warrior, and/or Winged Beast monsters from your GY; you cannot use monsters as Link Material for the rest of this turn, except Beast, Beast-Warrior, and Winged Beast monsters, also Special Summon 1 Beast, Beast-Warrior, or Winged Beast Link Monster from your Extra Deck, with a Link Rating equal to the number of cards banished.

Auf Platz 2 hat es ein letztes Mal eine themengebundene Karte geschafft, was an sich schon ungewöhnlich hoch ist, aber das Sta-Brigade-Deck hat es mir auch wirklich angetan. Das hat verschiedene Gründe. Einer sind die gelungenen Artworks, was ich tatsächlich nicht nur wegen Sta-Brigade Ferrijit die Ödnisblüte sage, auch diese natürlich ein… Highlight ist *hust*. Ein weiterer ist die revolutionäre Einschränkung auf das Eskalationspotenzial, wonach keine Monster außerhalb der „Zielgruppe“ als Material für Extra Deck Plays benutzt werden kann, womit man also auf generische Extra Deck-Monster zugreifen darf, allerdings die altbekannten Engine-Plays rund um Büroboter 001, Martialischer Metallmarschierer und Mecha-Phantomungeheuer-Spielmarken trotzdem verhindert werden. Und schließlich liebe ich einfach offene Themendecks, die eine hohe Vielfalt externer Karten und Hybride zulassen. Und das ist definitiv gegeben, weil viele der Effekte, wie Alpha, Bestienmeister mit Monstern aus drei verschiedenen Typen arbeiten können, namentlich Ungeheuer, Geflügelte Ungeheuer und Ungeheuer-Krieger. Doch bevor wir weiter auf externen Support eingehen, lasst uns erst einmal über das Thema selbst reden. Das große Gimmick des Decks ist, dass alle Main Deck-Monster Monster der drei Typen vom Friedhof verbannen können, um auf diese Weise ein Themeneigenes Link-Monster direkt vom Extra Deck zu beschwören, dessen Linkzahl der Zahl der verbannten Monster entspricht. Ziel der Wahl ist dabei dann vor allem die bereits angeschmachtete Ferrijit, für die nur zwei Monster benötigt werden und die als Extender fungieren kann, indem sie ein Monster der drei Typen von der Hand beschwört. Dieses bekommt nicht einmal seinen Effekt negiert, sodass z.B. eine [[Rettungskatze]] noch live wäre. Von dieser aus kann man dann hochlinken. Themenintern kommen gibt es dafür noch Sta-Brigade Rugal der Silbergranatenschütze als Link-3 in Frage, der einen ähnlichen Effekt hat, sogar als Schnelleffekt, wofür das beschworene Monster allerdings seinen Effekt nicht behalten kann, sowie Sta-Brigade Shuraig das unheilvolle Omen als Link-4, das, wenn es selbst oder ein anderes Monster der drei Typen beschworen wird, eine Karte auf dem Spielfeld verbannen kann und dazu noch einen ganz guten Floating-Effekt besitzt. Die brauchbaren Zauber- und Fallenkarten des Themas, Luftangriff der Sta-Brigade, [[Revolte der Sta-Brigade]] und [[Eid der Sta-Brigade]], helfen alle dabei, den Effekt des Link-4-Monsters zur Interruption zu machen. Am bei weitem besten ist dabei Luftangriff der Sta-Brigade, der als Schnellzauber Monster vom Deck beschwören kann. Dazu gesellt sich dann auch noch [[Pattsituation der Sta-Brigade]] mit einem prinzipiell sehr guten Such-Effekt, wo allerdings die Einschränkung, nur noch Monster der drei Typen vom Extra Deck beschwören zu können wohl zu schwer liegt, um sie zu spielen. Doch das Herz des Decks sind die Main Deck-Monster, allen voran [[Sta-Brigade Fraktall]], mein Platz 2. Diesen kann man von seiner Hand abwerfen, um ein Monster der drei Typen der Stufe 3 oder niedriger vom Deck auf den Friedhof zu legen. Damit ist er der Starter des ganzen Themendecks und darüber hinaus auch sehr generisch als eine Art Törichtes Begräbnis für die entsprechenden Typen einsetzbar, wobei es ihm bislang aber an sinnvollen Zielen mangelt. Deshalb wird man wohl in erster Linie auf den themeneigenen [[Sta-Brigade Nervall]] zugreifen, der, wenn er auf den Friedhof gelegt wird, ein Sta-Brigade-Monster suchen kann. Dies könnte dann [[Sta-Brigade Kerass]] sein, der sich selbst zum Preis einer Handkarte als Spezialbeschwörung beschwören kann. Anschließend kann man seinen Feld-Effekt aktivieren und Ferrijit beschwören, deren benötigte zwei Materialien schon im Friedhof bereit liegen. Von dort an kann man dann mit Ferrijits Spezialbeschwörung und sogar noch seiner Normalbeschwörung weiter arbeiten. Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch die anderen beiden Themen-Monster ihren Linkbeschwörungseffekt noch benutzen können, sollte man weitere Kopien von ihnen haben. Spammen kann das Deck also ganz gut und profitiert dabei noch von seinem riesigen Support-Pool. Hybriden mit eigentlich allen Ungeheuer-, Ungeheuer-Krieger und Geflügeltes Ungeheuer-Decks sind denkbar, von Zoodiak über Harpyien bis hin zu Ojamas… und wahrscheinlich wird sich eine „kleine“ Engine aus 3x Fraktall, 1x Nervall und 1x Kerass plus ggf. [[Feuerformation – Tenki]] sowie Ferrijit im Extra Deck in allen möglichen Decks am weitesten verbreiten. Aber auch ganze Decks mit Fokus auf den Sta-Brigadieren und einigen ausgewählten Supportkarten sind gut machbar. Selbsterklärend sind dabei [[Feuerformation – Tenki]] und [[Schwarzflügel – Zephyros die Elite]], und wo Ungeheuer sind, sind auch [[Rettungskatze]] und [[Valerifaun, mystisches Ungeheuer des Waldes]] nicht fern. Doch nicht nur das, dank Ferrijit könnte sogar [[Rettungsfrettchen]] endlich das Play sehen, das es verdient, und, der Traum geht weiter, vielleicht sogar Nötige Notfallrettungsrunde! Oder aber man kombiniert das ganze mit einer Lightsworn-Engine aus [[Wulf, Lichtverpflichtetes Ungeheuer]] und/oder [[Ryko, Lichtverpflichteter Jäger]] sowie [[Angriff der Lichtbrigade]] und [[Solarwiederaufladung]] um den Friedhof schnell mit Materialien zum Verbannen zu füttern… Ihr seht, meine Begeisterung ist groß, das Deck lädt zum Experimentieren ein und dieser Abschnitt ist jetzt schon doppelt so lang wie manch anderer… Daher ist jetzt auch erst einmal Schluss.

Platz 1: Kyubi der Virtualwelt -Shenshen

WIND/Psychic - Syncho - Effect/9/2800/2400 1 Tuner + 1+ non-Tuner monsters You can only use this card name’s (2) and (3) effects once per turn each. (1) Any card sent to the GY from the field is banished instead. (2) When a monster you control declares an attack: You can return 1 of either player’s banished monsters to the GY. (3) During your Main Phase, except during the turn this card was sent to the GY: You can banish 2 other monsters with different original Type and Attribute from your GY; Special Summon this card from your GY.

Und damit sind wir beim ersten Platz gelandet und dabei handelt es sich nicht nur um die meiner Meinung nach interessanteste Karte des Sets, sondern auch um eine der besten. Ich habe ja bekanntlich ein weiches Herz für Synchromonster, daher werden metarelevante Synchromonster bei mir wohl immer eine hohe Platzierung kassieren. Und das ist Kyubi der Virtualwelt – Shenshen zweifellos. Ich weiß noch, wie ich seinen Effekttext mehrfach gelesen und nach irgendeinem Harken gesucht habe und, als ich keinen gefunden habe, dachte ich: „Moment, ist das also wirklich ein Makrokosmos auf Beinen?“ Falls ihr euch nicht erinnert, Makrokosmos ist eines der ältesten und wahrscheinlich bis heute besten Floodgates im Spiel, das deshalb auch seit ich mich erinnern kann limitiert ist. Sein Effekt bewirkt, dass alle Karten, die auf den Friedhof gelegt würden, stattdessen verbannt werden. Und dieser Effekt ist heutzutage wahrscheinlich mächtiger denn je. Du willst eine Linkreuz-Kombo durchführen? Büroboter 001 funktioniert nicht. Du spielst Dinosaurier? Babycerasaurier triggert nicht. Du spielst Dragon Link? Rotäugiger finsterer Metalldrache hat keine Ziele. Du spielst Eldlich? Deine Fallenkarten landen nie im Friedhof. Du spielst Mystic Mine Burn? Gut, dann juckt dich die Karte nicht wirklich, aber du hast in deinem Leben offensichtlich ohnehin schon genug gelitten. Und okay, einen entscheidenden Nachteil hat Kyubi der Virtualwelt – Shenshen dann doch, er wirkt nämlich nur auf das Feld, das heißt, um bei den oben genannten Beispielen zu bleiben, Babycerasaurierwürde immer noch funktionieren, wenn man ihn mittels Untergegangene Welt vom Deck zerstört, nicht jedoch, wenn man ihn mit Seelenfressender Oviraptor auf dem Feld zerstört. Aber trotzdem: Allein die Möglichkeit, das Treiben von Martialischer Metallmarschiererund Co aufzuhalten sollte derzeit für eine solide Anti-Option ausreichen. Und was die Karte noch auszeichnet ist, dass ihre zusätzlichen Effekte sogar ganz brauchbar sind, während die der anderen Monster in diesem Ranking oft eher Fußnoten waren. Zum einem kann er nämlich, wenn eines der eigenen Monster angreift, ein verbanntes Monster in den Friedhof seines jeweiligen Besitzers zurücklegen. Dafür gibt es nischige Einsatzgebiete, z.B. um Mezuki zu recyclen, vor allem soll damit aber wohl Material für den letzten Effekt bereitgestellt werden, mit dem Shenshen sich selbst, wenn er auf dem Friedhof liegt, zurück beschwören kann, indem er zwei andere Monster vom Friedhof verbannt, allerdings leider nicht, wenn er erst in diesem Zug dorthin gelegt wurde. Das ist zweifellos nett und vor ein paar Jahren wäre es noch eine große Nummer gewesen, wenn ein so mächtiges Monster sich einfach so zurückbringen kann. Inzwischen sollte der eine Spielzug, in dem der Gegner ihn erfolgreich losgeworden ist, aber oft reichen um den Spieß komplett umzudrehen. Seine Beschwörung indes ist natürlich vollkommen generisch (wann kam eigentlich zuletzt ein Synchromonster mit spezifischen Materialien raus?) und deshalb sollte man Kyubi der Virtualwelt, Shenshen auch in sehr vielen Decks unterbringen können. Mehr noch: Bislang gab es einen Mangel an wirklich guten Stufe-9-Synchros, die mit zwei Materialien beschworen werden können, was jetzt offiziell Geschichte ist. Und auch sonst kommt die Stufe 9 dem Monster sehr zugute, denn schließlich kann man ihn damit zu Wahrer König aller Katastropen überlagern…

Honorable Mentions:

Das sind diesmal echt wenige. Tatsächlich habe ich kurz darüber nachgedacht, überhaupt keine Honorable Mentions zu machen, aber ein paar sind mir dann doch eingefallen. Bankett der Millionen wirkt zum Beispiel erstmal nicht schlecht, schließlich kann man den Gegner im Grunde einen Zug aussetzen lassen, bis man bemerkt, dass man genauso gut Artefakt-Heiligtum spielen kann, ohne sein ganzes Extra Deck wegzuwerfen. Und dann gibt es noch Periallis, Kaiserin der Blüten, von der man eigentlich meinen sollte, sie würde es in meine Top 10 schaffen. Immerhin ist sie ein Synchromonster und ein Extender für meinen zweitliebsten Monstertyp. Nur leider besagt ihr Text, dass sie nur Pflanzenmonster der Stufe 5 oder höher beschwören kann, die man eigentlich nicht spielen will. Potenzial hat auch Doppelavatar-Einladung, schließlich kann sie zum Preis einer Handkarte zwei Fusionsmonster auf einmal beschwören, dabei wäre es allerdings natürlich hilfreich, wenn diese in irgendeiner Form gut wären… In irgendeiner Weise gut zu sein hätte auch dem neuen Infernity-Support geholfen. Das Deck ist ein absoluter Fanfavorit, aber der Support lässt trotzdem zu wünschen übrig. Ewig infernaler Beschwörer und Ewig infernale Wildkatze etablieren zwar eine schicke neue, rote Farbpalette, sind sonst aber nur uninspirierte Extender, Ewig infernaler Verhängnis-Unterweltler wirkt, als hätte man ein (Schnelleffekt) vergessen, Ewig infernale Paranoia negiert unnötigerweise den Effekt des beschworenen Monsters und Ewig infernales Sperrfeuer ist eine Fallenkarte. Schrott ist das alles nicht, aber bei weitem nicht genug, um jeweils zwei Kopien von Ewig infernaler Erzunterweltler oder Ewig infernale Startrampe zu kompensieren.

Competitive Mentions:

Auch hier gibt es nicht viel zu sagen. Mich erinnert das Set irgendwie an Cybernetic Horizon, wo meine Plätze 1 und 2 der damals noch besten Karten des Sets Kalliberschwert-Drache und Gefahr! Nessie! waren. Bis heute noch hochpräsente bis dominante, im Falle von Nessie noch dazu inzwischen limitierte, Karten. Platz 10 & 9 waren hingegen sympathischer Schrott wie Linkgeschütz und Rotation der Welt. Im Großen und Ganzen also sehr schwache Sets, mit (nichtmal) einer Handvoll Über-Karten. Da wären zum Einen Alpha, Bestienmeister und Kyubi der Virtualwelt – Shenshen, die in einem regulären „Best of“-Ranking wohl Platz 3 und 2 geworden wären. Und was CYHO sein Kalliberschwert-Drache war, ist hier Göttliches Arsenal AA-ZEUS – Himmelsdonner, die Karte des Sets. Ich finde sie aber irgendwie langweilig, weshalb ihr so lange auf sie warten musstet. Das Rang-12-Xyz-Monster kann sich, nachdem ein Xyz-Monster gekämpft hat, auf dieses drauflegen und dann zum Preis von zwei Materialien das komplette Feld leerräumen. Ohne zu zielen, ohne zu zerstören, und als Quick Effect, wie sich das im Jahr 2020 nunmal gehört. Dabei erinnert er geradezu frappierend an einen Ausgeglichener Zweikampf den man nicht ziehen braucht. Einfach irgendein Xyz-Monster beschwören, das direkt angreifen oder seine Zerstörung im Kampf verhindern kann (z.B. Maestrum der Dirigenten-Dschinnoder Nummer 82: Herzlandracho; Zoodiak-Decks können das ganze dank Zoodiak-Eberbogen sogar aus einem einzigen Monster.), eine Alibi-Battle Phase durchführen, Zeus drauflegen, das gegnerische Board ausradieren und dann so tun, als wäre der erste Spielzug. Oder Zeus einfach als Boardschmuck neben die anderen Interruptions legen, um, sollte es dem Gegner gelingen, diese zu durchbrechen, als letzten Ausweg auch noch die Reißleine ziehen können. Nennenswert ist auch das Covermonster Arc-Rebellions-Xyz-Drache, das Kronjuwel des neuen Phantomritter/Überfallraptor-Hybrid-Supports, das, mit Überfallritter leicht beschworen, einen Ein-Mann-OTK darstellt, derNummer 39: Utopiadoppel alt aussehen lässt. Auch Überfallschwinge und Die Phantomritter der Zerrissenen Platten könnten als mehr oder weniger generische Extender relevant werden, allgemein bin ich aber nicht besonders gut auf diese Supportwelle zu sprechen, weil es das einst coole Phantomritter-Deck zu einem faden Kombodeck macht, wie es schon mit den Gladiatorungeheuern und der Bruderschaft der Feuerfaust geschehen ist. Und sonst so? Es gibt noch Dogmatika Ashiyan, der ein typischer Fall von mittelmäßigem Support für ein gutes Deck ist, und Brigrand der Ruhmdrache, der das Potenzial von Gefangener von Albazausbaut, indem er ihm ein weiteres Fusionsmonster zum Beschwören gibt. Und dann gibt es noch Rockband Xenogitarre, Fels bzw. Steinbefreier-Support, der zumindest vor dem Verbot von Blockdrache sicher auch relevant gewesen wäre. Schlusswort So, das war’s erstmal wieder. Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, der Artikel hat euch gefallen. Was haltet ihr vom neuen Set? Und was sind eure Lieblingskarten? Lasst es mich im Diskussionsthread wissen!